Die Wahl ist gelaufen, die Entscheidungen sind gefallen. Die SPD bedankt sich bei den Wählerinnen und Wählern für
das entgegengebrachte Vertrauen und sieht das gute Ergebnis als Bestätigung unserer bisherigen Arbeit im Gemeinderat und als
Leistung der Kandidatinnen und Kandidaten sowie als Aufforderung für eine weiterhin konstruktive und sachbezogene Arbeit im
Gemeinderat.
Der Dank gilt in besonderem Maße auch den Kandidatinnen und Kandidaten, die den nicht einfachen Schritt gewagt und sich
zur Wahl gestellt hatten. Dies kann in einer Zeit, in der der Einsatz für die Allgemeinheit oft zu wünschen übrig lässt, nicht
hoch genug eingeschätzt werden.
Möglicherweise mag der eine oder andere etwas enttäuscht darüber sein, seine persönlichen Ziele nicht ganz erreicht zu haben.
Allerdings hat jeder Einzelne zum überdurchschnittlich guten Ergebnis der SPD in Oberkochen beigetragen.
Die SPD hat eine Liste mit 18 hervorragend geeigneten Kandidatinnen und Kandidaten aufgeboten. Diese Liste gab zur
Hoffnung Anlass, die Sitzzahl im Gemeinderat von 6 auf 7 steigern zu können. Wie die Europawahl gezeigt hat, ist der Trend
zurzeit nicht gerade für die SPD und so haben wir zwar die 7 Sitze leider nicht erreichen können, konnten aber gegen den
Landestrend unseren Stimmenanteil von 32,9 auf 33,4 Prozent leicht steigern. Der Abstand zur CDU, die stabil bei rund 37 Prozent
blieb, hat sich auf 2000 Stimmen bzw. 3,7 Prozentpunkte verringert.
Die Grünen haben, das muss man objektiv zugeben, das Optimale aus ihrer Liste heraus geholt. Über ein Prozentpunkt
Zuwachs, Stimmenzahl erhöht - Hut ab! Wir hoffen in Zukunft auf mehr "grüne Politik" von den Grünen, denn bisher war die SPD
Vorreiter auf diesem Gebiet.
Der Wahlkampf in Oberkochen verlief weitgehend fair und zeichnete sich durch eine große Sachlichkeit ohne gegenseitige
Anfeindungen und Diffamierungen der Parteien untereinander aus und hob sich dabei wohltuend von anderen Kommunen ab. Lediglich
die FBO meinte wie bei jeder Wahl pauschal gegen die Parteien und deren angebliche von oben gesteuerte Parteipolitik zu Felde
ziehen zu müssen. Dies gepaart mit eigenwilligen Programmpunkten wie "keine Bebauung des Tiersteins", Lösung der
Wohnungsproblematik durch Erweiterung der Heide auf fremder Gemarkung, millionenteuere Pflaster-Erneuerung trotz leerer Kassen,
hat der Wähler mit entsprechendem Resultatquittiert: wieder zwei Prozentpunkte weniger, unter 10000 Stimmen gefallen, den dritten
Sitz nur knapp gehalten. Weiterer Kommentar überflüssig.