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Claudia Sünder wird SPD Bundestagskandidatin

Die SPD Delegierten aus dem Altkreis Aalen und aus Heidenheim nominierten am 18. Juli in Oberkochen die 38-jährige Ellwangerin mit der überwältigenden Mehrheit von 94,7 Prozent zur Bundestagskandidatin.

Alle waren sie gekommen und an vorderster Stelle setzte sich Erhard Eppler, SPD-Urgestein, Vordenker und Sünders politisches Vorbild vehement für Claudia Sünder ein. " Sie hat Überzeugung, Mut und Energie" betonte der ehemalige Bundesminister und "wer außer uns soll die Spaltung der Gesellschaft verhindern."
Als "Mitglied der AG 80 plus" analysierte er immer noch mit außergewöhnlichem Scharfsinn die politische Lage und gibt so der SPD immer wieder neuen Mut und neues Selbstbewusstsein. Auch der SPD-Kreisvorsitzende Josef Mischko unterstützt Claudia Sünder vorbehaltlos und erntet großes Lob von Landtagsvizepräsident a.D. Alfred Geisel für dieses "Zeichen echter gelebter Solidarität."
Auch die Jusos stehen bereitwillig zur neuen Bundestagskandidatin und alle Diskussionen der Vergangenheit sind vergessen.

Sichtlich beeindruckt tritt die Ellwangerin dann ans Rednerpult. "Ich bin platt und fühle mich geehrt" sagt sie und beweist Lockerheit mit einem Zitat ihrer Kinder: "Wenn du Bundeskanzlerin bist, komme ich umsonst ins WM-Stadion." Das macht sie sympathisch. Konzentriert, selbstbewusst und sachlich setzt sie ihre Rede fort.
Man spürt, dass Sie mit großer Entschlossenheit das verloren gegangene SPD-Bundestagsmandat auf die Ostalb zurückholen will.

Gerechtigkeit ist Ihr zentrales Anliegen: " Jeder Mensch muss Teilhabe am Wohlstand der Gesellschaft haben." Sie kämpft für Mindestlöhne und hält es für nicht akzeptabel und beschämend, dass in keinem anderen westlichen Land Bildung so stark von der sozialen Herkunft abhängt wie in Deutschland.
Systematisch arbeitet Sie die sozialdemokratischen Kernthemen ab und stellt mit einem Seitenhieb auf die CDU fest: "Schon als Rau und Öttinger zur Schule gingen, wären Investitionen in Bildung dringend nötig gewesen."
Den Atomaustieg hält Sie für unabdingbar.
Was die Linkspartei anbelangt gibt es Ihrer Meinung nach keinen Grund diese zu fürchten, aber sie werde eben von den Menschen gewählt, die von der SPD enttäuscht wurden.

Dass Claudia Sünder an diesem Abend auch die Herzen der Anwesenden erreicht hat beweist mit anrührender Geste ein älterer verdienter Genosse aus Oberkochen, indem er Ihr seine Ehrennadel als Glücksbringer überreicht.

Unter stehendem Beifall verspricht Sie am Ende Ihrer Rede einen Wahlkampf, "dass es hier nur so raucht."

 

(gh)