Stadtrat
Sanierung des Rathauses und
Umgestaltung des Eugen-Bolz-Platzes
A) Rathaussanierung
Ganz im Zeichen der Rathaussanierung und der Umgestaltung des Eugen-Bolz-Platzes
stand die Sondersitzung des
Gemeinderates am 29. September 2008.
Was die Rathaussanierung
anbelangt, wurden dem Gremium
vom Architekturbüro
Kayser &
Kayser vier verschiedene
Varianten vorgestellt, die durch
zusätzliche und teilweise
austauschbare Module ergänzt
werden konnten.
Nach gründlichen Vorberatungen
in den Fraktionen und einer
ebenso intensiven und von
großer
Sachlichkeit geprägten Beratung
in der Gemeinderatssitzung sprach
sich das Gremium für eine
erweiterte Sanierung ohne Atrium
aus ( Variante 1),
die aber noch
durch zusätzliche Module ergänzt
wird.
Die Gesamtkosten des nun
beschlossenen Sanierungs-
konzepts belaufen sich auf
8,2 Millionen €. Eine reine Sanierung des Rathauses
(Variante 0) hätte zwar
2.1 Millionen € weniger
gekostet
(also 6.1 Millionen €), sie hätte
jedoch weder für die Bürgerinnen
und Bürger noch für die
Bediensteten irgendwelche
Verbesserungen gebracht.
Der Gemeinderat war sich darüber
einig, dass ein Bürgerbüro direkt
beim neu
geschaffenen Eingang
(Ebene -1) zur Verbesserung der
Bürgerfreundlichkeit unbedingt
erforderlich ist. In diesem
Bürgerbüro können die meisten
Angelegenheiten direkt
bearbeitet
und erledigt werden - eben
bürgerfreundlich.
Des Weiteren sind ein kleines,
flexibel abteilbares Trauzimmer
im Raumkonzept
des
Sitzungssaales, eine verbesserte
Möbilierung im Foyer für
Ausstellungen, Trennwände teils
aus (Milch-)Glas um mehr Licht
für das Foyer zu
gewinnen, eine
aktive Nachtkühlung sowie eine
wartungsfreundlichere
Fassadenkonstruktion im wesentlichen für die Kostensteigerung
gegenüber der reinen Grundsanierung verantwortlich.
Höchste Priorität für den Gemeinderat hatte bei allen Überlegungen und Beschlüssen die
Beschränkung auf das
Allernotwendigste, ohne dabei die Bürgerfreundlichkeit und
Zeitgemäßheit des Sanierungskonzepts aufs
Spiel zu setzen.

Der SPD-Fraktion ist es gelungen ihre Schwerpunkte in das Sanierungskonzept einzubinden, als da sind:
Die Erhöhung der Bürgerfreundlichkeit durch ein Bürgerbüro, ein behindertengerechter Zugang zum Bürgersaal
sowie eine zeitgemäße, funktionale und zweckmäßige Büroausstattung für die Mitarbeiter der Verwaltung.
Die für uns aus ökologischer Sicht unabdingbare energetische Optimierung und die Nutzung alternativer
Energien kann durch folgende zusätzlich beschlossenen Module ebenfalls realisiert werden:
1. Einbau einer erweiterten Gebäudeleittechnik.
2. Der von der SPD-Fraktion eingebrachte Antrag, das vorgesehene Blockheizkraftwerk mit 20% Biogas zu
speisen wurde mit überwältigender Mehrheit angenommen.
3. Ebenso fand der Antrag der SPD-Fraktion auf Anbringung einer Photovoltaikanlage auf dem Rathausdach
beim Gremium einhellige Zustimmung. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die statischen Möglichkeiten dafür gegeben
sein müssen.
B) Umgestaltung des Eugen-Bolz-Platzes
Bei der Umgestaltung des Eugen-Bolz-Platzes standen zwei Varianten zur Auswahl.
Der gesamte Gemeinderat war sich darüber einig, den Platz im Sinne einer integrierten Gesamtlösung mit dem Rathaus
zusammen einladender und attraktiver zu gestalten.
Damit soll erreicht werden, dass der sehr verwinkelte und inzwischen stark zugewachsene Platz in Zukunft wieder stärker
für Veranstaltungen von unseren Bürgerinnen und Bürger genutzt werden kann.
Das Gremium entschied sich einstimmig für die zweite Variante, die als wichtiges Element die Verschwenkung der
Jenaer Straße enthält und damit eine deutliche Minderung der Verkehrsgeschwindigkeit bewirkt.

Diese Verschwenkung erhöht die Sicherheit für die dort die Straße überquerenden Fußgänger, insbesondere für die
Bewohner des Altenpflegeheims in der Jenaestraße.
Mit dieser Lösung kann die von der SPD-Fraktion in einem Antrag gestellte Forderung nach Maßnahmen zur
Reduzierung der Geschwindigkeit durch einen Kreisel oder Ähnliches in die Tat umgesetzt werden.
Die besondere Note des Eugen-Bolz-Platzes wird eine Zeltüberdachung sein, welchem der Gemeinderat grundsätzlich
zustimmte. Die dafür notwendigen Verankerungen sind im Rahmen der Umgestaltungsmaßnahmen vorgesehen. Die definitive
Entscheidung jedoch, ob ein stationäres oder mobiles Zeltdach installiert werden soll, will das Gremium zu einem
späteren Zeitpunkt treffen.
In die Umgestaltung des Eugen-Bolz-Platzes mit einbezogen ist sinnvoller Weise auch die Neugestaltung der Terrasse des
Hotels am Rathaus - natürlich mit einem behindertengerechten Zugang - und ebenso die Sanierung der Zufahrt zur
Tiefgarage.
(gh/rb)