Veranstaltungen
Über den mit mehr als hundert Zuhörern rappelvollen Bürgersaal war Richard Burger, der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Oberkochen, hocherfreut.

Staatsminister a. D. und MdB Gernot Erler ist ein Besuchermagnet aber kein Freund politischer Kampfreden, sondern ein Mensch, der seine Gedanken und Argumente ruhig und mit Bedacht formuliert und die Pointen gezielt und wohldosiert einsetzt.
Der Erlös aus dem letztjährigen Stadtcafé, vom SPD-Ortsverein aufgestockt auf 600 Euro, konnte erstmals direkt an Lucymeire Ferraz Araujo Ulmer, die Präsidentin von "Projeto Crescer" (deutsch: wachsen und gedeihen) ,übergeben werden, obwohl die SPD-Fraktion dieses Entwicklungshilfeprojekt schon seit vielen Jahren unterstützt.
Denn es ist seit vielen Jahren üblich, die Fraktionskollegen zum Geburtstag einzuladen. Statt eines Geschenks wird ein Geldschein zu überreichen, der dann gespendet wird.

Die beiden Ellwanger Brüder Christoph und Hans-Jörg Ulmer und dessen brasilianische Ehefrau Lucymeire Ferraz Araujo Ulmer initiierten die Gründung einer Halbtagsschule im Armenviertel von Lauro de Freitas (Brasilien). Die Schule "Projeto Crescer" bietet inzwischen 115 Kindern, die kaum eine Chance hätten die Favelas jemals verlassen zu können, nicht nur Schul- und Lebensraum, sondern leistet ganzheitliche Hilfe von den alltäglichsten Dingen bis hin zur Berufsfindung.
Für die Unterstützung dieses Projektes wurde in Deutschland von Christoph Ulmer und einigen Mitstreitern eigens der Verein "Villa Social e.V." gegründet, der mit seinen Mitgliedsbeiträgen die Organisation und Spendentransfers schultert, so ist sichergestellt, dass jeder gespendete Euro bei den bedürftigen Kindern ankommt.
Auch viele Bürger aus dem Ostalbkreis sowie Schüler des Hariolf-Gymnasiums in Ellwangen unterstützen die Schule mit Spenden.
"Wir versuchen nachhaltig, das Entwicklungshilfeprojekt auf stabile Beine zu stellen, aber wir sind derzeit noch mehr denn je auf regelmäßige und großzügige Spenden angewiesen", betonte die Präsidentin von "Projeto Crescer" bei der Spendenübergabe durch den SPD-Ortsverein Oberkochen.
Spendenkonto: Villa Social e.V., Deutsche Bank, IBAN DE19500700240060975000, BIC/SWIFT-Code DEUTDEDBFRA
(ls/am)
Zur Erinnerung hier noch einmal der Wortlaut des Antrags, den die SPD- Fraktion bei der Haushaltsplanberatung am 20. Dezember 2010 eingebracht hat:
Antrag zur Kulturarbeit in Oberkochen
Die SPD-Fraktion unterstützt ausdrücklich die von Bürgermeister Traub vorgeschlagene Einrichtung einer Kulturstiftung. Die vergangenen Jahre - sogar Jahrzehnte - haben gezeigt, dass eine kontinuierliche kulturelle Arbeit vor dem Hintergrund stark schwankender kommunaler Einnahmen nicht möglich ist. Jedes noch so kleine "kulturelle Pflänzchen" wird bei drohendem finanziellem Engpass zugunsten anderer Maßnahmen wie Straßen- oder Gebäudesanierungen ausgerissen. Nur durch eine kontinuierliche Kulturarbeit mit vielfältigen Angeboten kann eine Akzeptanz hierfür in den Köpfen und Herzen der Bevölkerung erreicht werden. Eine Kulturstiftung bietet eine alleinige Grundlage für diese kontinuierliche Arbeit.
Die Stadt Oberkochen zeichnet sich durch ein überdurchschnittlich hohes Maß an öffentlichen Einrichtungen aus und hebt sich mit dieser Infrastruktur deutlich von Kommunen vergleichbarer Größe ab.
Nach Meinung der SPD-Fraktion sollte sich die Stadt Oberkochen auch auf kulturellem Gebiet abheben. Unsere Nachbargemeinden - auch Essingen und Königsbronn - sind mit ihren neuen kulturellen Einrichtungen dabei, Oberkochen nicht nur ein- sondern zu überholen. Zwar gibt es auch in Oberkochen schon bisher eine Palette von kulturellen Angeboten, die aber eher sporadisch erfolgen und deren Planung und Realisierung jedoch in den Händen mehrerer Personen liegt.
Die SPD-Fraktion beantragt daher hiermit erneut die Schaffung der Stelle eines Kulturbeauftragen, Kulturreferenten, eines Verantwortlichen, der die bisherigen Aktivitäten auf kulturellem Gebiet wie Jazz-Lights, Stadtfest, Neujahrsempfang, Volkshochschlangebote und ähnliche koordinieren und zentral zu organisieren sollte. Zum anderen sollten weitere kulturelle Angebote ausgearbeitet und durchgeführt werden. Der Möglichkeiten gibt es viele - wir denken an Musikabende, Dichterlesungen, Kleinkunst usw. Ein entsprechender Etat sollte zur Verfügung gestellt werden. Wir setzen auf die Unterstützung durch die anderen Fraktionen, hat sich doch nach Ablehnung 2008 und Einstellung von Mitteln mit Sperrvermerk 2009 bisher nichts auf diesem Gebiet getan.
Die SPD-Fraktion ist der Meinung, dass es einer Stadt wie Oberkochen gut zu Gesichte stehen würde, auch auf kulturellem Gebiet vorne mitmarschieren zu können. Denn neben Kinderbetreuung, Wohnungs- und Arbeitsplatzangebot sind auch Freizeit- und Kulturangebote so genannte "weiche" Standortfaktoren, die eine Stadt bei der Wohnortwahl attraktiv machen.
In diesem einen Jahr seit der Einbringung dieses Antrags hat sich unheimlich viel in Sachen "Kultur" in Oberkochen getan. Nachdem auch die CDU-Fraktion wie schon vorher die SPD und die FBO im Gemeinderat die Initiative des Bürgermeisters auf Einrichtung einer Kulturstiftung unterstützt hat, konnte diese im Laufe des Jahres tatsächlich ins Leben gerufen werden. Nur die beiden Vertreter der Grünen waren leider auch in diesem Punkt, wie bei so vielen anderen, wieder einmal dagegen.
Die Stadtverwaltung legte mit 5 Millionen Euro den Grundstock, einige Vereine wie der Sängerbund und der Mühlenverein und Privatpersonen beteiligten sich, so dass eine echte Bürgerstiftung entstand. Mit den Zinserträgen des Stiftungskapitals lässt sich ein von konjunkturellen Schwankungen unabhängiges Kulturprogramm in Oberkochen einrichten. Damit soll das beispielhafte kulturelle Angebot der 1980er Jahre mit Konzerten, Kleinkunstveranstaltungen, Ausstellungen, Autorenlesungen, Schauspiel etc. wiederbelebt werden und dessen Bestand nachhaltig gesichert werden.

Die Angebote sollen in Qualität und Art außergewöhnlich und von regionalem bzw. überregionalem Interesse sein. Mit dem Leiter der Musikschule Oberkochen-Königsbronn, Reinhold Hirth, konnte zudem ein kompetenter und vor Ideen sprühender Leiter der Kulturstiftung gefunden werden.
Schon die ersten Veranstaltungen im Rahmen "Oberkochen dell'Arte" waren in ihrer Vielfalt und ihrem Niveau herausragend. Im brechend vollen Bürgersaal wurde zudem ein stimmungsvolles Ambiente geschaffen. Waren bei der ersten Veranstaltung (Brian Auger) noch vorwiegend auswärtige Besucher (zum Teil bis aus Ulm!) anwesend, so sind 
an den beiden folgenden Abenden auch die Oberkochener Bürgerinnen und Bürger auf den Geschmack gekommen.
Oberkochen hat mit der Einrichtung dieses Kulturprogramms deutschlandweit eine Spitzenposition bei Kommunen vergleichbarer Größe eingenommen. Bleibt zu hoffen, dass an diesem außergewöhnlichen Programm die Oberkochener Bürger regen Anteil nehmen, die Veranstaltungen besuchen
und die vielfältigen Angebote annehmen werden.
Wir von er SPD-Fraktion freuen uns aber, dass nach jahrelangem Bohren Oberkochen endlich auf kulturellem Gebiet den Weg eingeschlagen hat, den wir schon lange als richtig erkannt haben.
Da die umstrittene Zeltkonstruktion auf dem Eugen-Bolz-Platz eine zentrale Stellung in dem Kulturprogramm eingenommen hätte, war die SPD-Fraktion von Anfang an für dieses Zelt - und wir stehen nach wie vor zu dieser Entscheidung. Leider sind die statischen Berechnungen und damit die Kosten völlig aus dem Ruder gelaufen, so dass uns nichts anderes übrig blieb, als die "Notbremse" zu ziehen, ehe unkalkulierbare Kosten auf die Stadt zugekommen wären. Wir sind aber immer noch der Ansicht, dass dieses Zelt - auch bei 600.000 Euro Kosten - eine hervorragende Investition in unsere Kulturarbeit gewesen wäre.
Hier in Auszügen, das vom Leiter der Kulturstiftung Reinhold Hirth vorgestellte Konzept der Kulturarbeit in Oberkochen, bei dem örtliche Einrichtungen und Institutionen sowie Vereine mit einbezogen werden sollen
Bilder: Keydell
(rb)
Musik (da wäre das Zelt nötig gewesen…)
(rb)
Seit fünf Jahren veranstaltet der Mühlenverein Oberkochen um die Scheerermühle einen stimmungsvollen Weihnachtsmarkt. Von den Besuchern wird diese Veranstaltung mit großem Interesse bereits als Tradition wahrgenommen.
Sehr bewundert wurde auch die wunderschöne Dekoration des gesamten Areals.
Bei herrlichem Spätherbstwetter kamen zahlreiche Oberkochener und Gäste aus der näheren und weiteren Umgebung und feierten bei Glühwein, Punsch, Mühlengulasch, Kaffee, Kuchen, Stollen, Waffeln, Weihnachtsgebäck und vielen anderen Köstlichkeiten, erfreuten sich an den sehr zahlreichen Angeboten der verschiedenen Stände und den verschiedenen Einlagen wie Arbeiten mit der Kettensäge und einer Feuershow!
Verschiedene musikalische Einlagen förderten die vorweihnachtliche Stimmung.

Ein riesengroßes "Dankeschön" gebührt den Organisatoren, an ihrer Spitze die Vorstandschaft des Mühlenvereins.
Es war eine Selbstverständlichkeit, dass eine große Anzahl SPD -Mitglieder an verschiedenen Ständen mitgearbeitet haben.
Es hat allen Beteiligten großen Spaß gemacht. Ein wunderschöner Weihnachtsmarkt ging am Sonntagabend zu Ende.
(ei/diu)