SPD Ortsverein Oberkochen

Besuch der SPD-Fraktion beim Bauhof

Inzwischen ist es jahrelange Tradition: Jedes Jahr vor Weihnachten stattet die SPD-Fraktion den Mitarbeitern des Bauhofs einen Besuch ab, um sich für ihre Arbeit im vergangenen Jahr zu bedanken und ein kleines Geschenk zu überreichen.

Warum "Wolfertstal"?

Darum!

In den vergangenen Wochen wurden Behauptungen in die Öffentlichkeit getragen, die die Bevölkerung verunsichert haben. Daher sehen sich die Gemeinderatsfraktionen von CDU und SPD veranlasst, Dinge richtig zu stellen und Fakten zu nennen und die Entscheidung für das Baugebiet "Wolfertstal" zu begründen.

Vorneweg ist uns eine Feststellung wichtig:

Wir haben die Entscheidung für das "Wolfertstal" nicht leichtfertig und mit "frohem Herzen" getroffen. Das würden wir bei keinem neuen Baugebiet tun, denn jedes Baugebiet in Oberkochen - egal wo - greift in ein Naherholungsgebiet ein. Aber da die Bevölkerung in Oberkochen dramatisch zurück geht, hat der Gemeinderat die Pflicht, diesen Rückgang zumindest zu verlangsamen, wenn möglich zu stoppen, weil er Verantwortung für ganz Oberkochen und die Zukunft unserer Stadt trägt. Nur so können wir unsere Infrastruktur aus Schulen, Kindergärten, Freizeitbad, Bücherei etc., aber auch eine Grundversorgung durch Handel und Gewerbe auf Dauer erhalten. An den Leerständen von Läden in der Innenstadt ist bereits jetzt schon deutlich das Fehlen von fast 1000 Einwohnern gegenüber 1996 zu erkennen. Wir können dem Bevölkerungsrückgang nicht tatenlos zusehen, um uns nicht der Gefahr auszusetzen, als Anhängsel einer großen Kommune fast ohne eigenen Entscheidungsspielraum zu enden.

 

Ergänzungen zum Thema "Wolfertstal"

Grundsätzliches

Wer lange im Gemeinderat arbeitet wird im Laufe der Jahre unweigerlich die Erfahrung machen, dass fast jede Entscheidung von einem Teil der Bevölkerung kritisch oder ablehnend gesehen wird. Oft haben sich diese Menschen nie oder nur in geringem Maße für die Arbeit des Gemeinderates interessiert - bis zu dem Zeitpunkt, da sie von einer Entscheidung des Gremiums direkt betroffen sind. Dann soll plötzlich der Gemeinderat diese Entscheidung nach ihren persönlichen, höchst individuellen Interessen ausrichten. Genau das kann der Gemeinderat aber nicht! Er muss die Interessen, das Wohl und die Zukunft der gesamten Gemeinde im Auge haben - auch wenn es für den Einzelnen schmerzhaft und zum Nachteil sein sollte.

Oberkochen dell Arte

Kulturstiftung trägt erste Früchte

Zur Erinnerung hier noch einmal der Wortlaut des Antrags, den die SPD- Fraktion bei der Haushaltsplanberatung am 20. Dezember 2010 eingebracht hat:

Antrag zur Kulturarbeit in Oberkochen

Die SPD-Fraktion unterstützt ausdrücklich die von Bürgermeister Traub vorgeschlagene Einrichtung einer Kulturstiftung. Die vergangenen Jahre - sogar Jahrzehnte - haben gezeigt, dass eine kontinuierliche kulturelle Arbeit vor dem Hintergrund stark schwankender kommunaler Einnahmen nicht möglich ist. Jedes noch so kleine "kulturelle Pflänzchen" wird bei drohendem finanziellem Engpass zugunsten anderer Maßnahmen wie Straßen- oder Gebäudesanierungen ausgerissen. Nur durch eine kontinuierliche Kulturarbeit mit vielfältigen Angeboten kann eine Akzeptanz hierfür in den Köpfen und Herzen der Bevölkerung erreicht werden. Eine Kulturstiftung bietet eine alleinige Grundlage für diese kontinuierliche Arbeit.

Die Stadt Oberkochen zeichnet sich durch ein überdurchschnittlich hohes Maß an öffentlichen Einrichtungen aus und hebt sich mit dieser Infrastruktur deutlich von Kommunen vergleichbarer Größe ab.

Nach Meinung der SPD-Fraktion sollte sich die Stadt Oberkochen auch auf kulturellem Gebiet abheben. Unsere Nachbargemeinden - auch Essingen und Königsbronn - sind mit ihren neuen kulturellen Einrichtungen dabei, Oberkochen nicht nur ein- sondern zu überholen. Zwar gibt es auch in Oberkochen schon bisher eine Palette von kulturellen Angeboten, die aber eher sporadisch erfolgen und deren Planung und Realisierung jedoch in den Händen mehrerer Personen liegt.

Die SPD-Fraktion beantragt daher hiermit erneut die Schaffung der Stelle eines Kulturbeauftragen, Kulturreferenten, eines Verantwortlichen, der die bisherigen Aktivitäten auf kulturellem Gebiet wie Jazz-Lights, Stadtfest, Neujahrsempfang, Volkshochschlangebote und ähnliche koordinieren und zentral zu organisieren sollte. Zum anderen sollten weitere kulturelle Angebote ausgearbeitet und durchgeführt werden. Der Möglichkeiten gibt es viele - wir denken an Musikabende, Dichterlesungen, Kleinkunst usw. Ein entsprechender Etat sollte zur Verfügung gestellt werden. Wir setzen auf die Unterstützung durch die anderen Fraktionen, hat sich doch nach Ablehnung 2008 und Einstellung von Mitteln mit Sperrvermerk 2009 bisher nichts auf diesem Gebiet getan.

Die SPD-Fraktion ist der Meinung, dass es einer Stadt wie Oberkochen gut zu Gesichte stehen würde, auch auf kulturellem Gebiet vorne mitmarschieren zu können. Denn neben Kinderbetreuung, Wohnungs- und Arbeitsplatzangebot sind auch Freizeit- und Kulturangebote so genannte "weiche" Standortfaktoren, die eine Stadt bei der Wohnortwahl attraktiv machen.

In diesem einen Jahr seit der Einbringung dieses Antrags hat sich unheimlich viel in Sachen "Kultur" in Oberkochen getan. Nachdem auch die CDU-Fraktion wie schon vorher die SPD und die FBO im Gemeinderat die Initiative des Bürgermeisters auf Einrichtung einer Kulturstiftung unterstützt hat, konnte diese im Laufe des Jahres tatsächlich ins Leben gerufen werden. Nur die beiden Vertreter der Grünen waren leider auch in diesem Punkt, wie bei so vielen anderen, wieder einmal dagegen.

Die Stadtverwaltung legte mit 5 Millionen Euro den Grundstock, einige Vereine wie der Sängerbund und der Mühlenverein und Privatpersonen beteiligten sich, so dass eine echte Bürgerstiftung entstand. Mit den Zinserträgen des Stiftungskapitals lässt sich ein von konjunkturellen Schwankungen unabhängiges Kulturprogramm in Oberkochen einrichten. Damit soll das beispielhafte kulturelle Angebot der 1980er Jahre mit Konzerten, Kleinkunstveranstaltungen, Ausstellungen, Autorenlesungen, Schauspiel etc. wiederbelebt werden und dessen Bestand nachhaltig gesichert werden.

Die Angebote sollen in Qualität und Art außergewöhnlich und von regionalem bzw. überregionalem Interesse sein. Mit dem Leiter der Musikschule Oberkochen-Königsbronn, Reinhold Hirth, konnte zudem ein kompetenter und vor Ideen sprühender Leiter der Kulturstiftung gefunden werden.

Schon die ersten Veranstaltungen im Rahmen "Oberkochen dell'Arte" waren in ihrer Vielfalt und ihrem Niveau herausragend. Im brechend vollen Bürgersaal wurde zudem ein stimmungsvolles Ambiente geschaffen. Waren bei der ersten Veranstaltung (Brian Auger) noch vorwiegend auswärtige Besucher (zum Teil bis aus Ulm!) anwesend, so sind

an den beiden folgenden Abenden auch die Oberkochener Bürgerinnen und Bürger auf den Geschmack gekommen.

Oberkochen hat mit der Einrichtung dieses Kulturprogramms deutschlandweit eine Spitzenposition bei Kommunen vergleichbarer Größe eingenommen. Bleibt zu hoffen, dass an diesem außergewöhnlichen Programm die Oberkochener Bürger regen Anteil nehmen, die Veranstaltungen besuchen

und die vielfältigen Angebote annehmen werden.
Wir von er SPD-Fraktion freuen uns aber, dass nach jahrelangem Bohren Oberkochen endlich auf kulturellem Gebiet den Weg eingeschlagen hat, den wir schon lange als richtig erkannt haben.

Da die umstrittene Zeltkonstruktion auf dem Eugen-Bolz-Platz eine zentrale Stellung in dem Kulturprogramm eingenommen hätte, war die SPD-Fraktion von Anfang an für dieses Zelt - und wir stehen nach wie vor zu dieser Entscheidung. Leider sind die statischen Berechnungen und damit die Kosten völlig aus dem Ruder gelaufen, so dass uns nichts anderes übrig blieb, als die "Notbremse" zu ziehen, ehe unkalkulierbare Kosten auf die Stadt zugekommen wären. Wir sind aber immer noch der Ansicht, dass dieses Zelt - auch bei 600.000 Euro Kosten - eine hervorragende Investition in unsere Kulturarbeit gewesen wäre.

Hier in Auszügen, das vom Leiter der Kulturstiftung Reinhold Hirth vorgestellte Konzept der Kulturarbeit in Oberkochen, bei dem örtliche Einrichtungen und Institutionen sowie Vereine mit einbezogen werden sollen

Bilder: Keydell

(rb)

Oberkochen dell Arte - Das Kulturkonzept

Musik (da wäre das Zelt nötig gewesen…)

  • Aufführung sinfonischer Orchesterwerke mit dem Landesjugendorchester
  • Jährliches Klassik-Open-Air mit Kinderkonzert etc. in Kooperation mit dem SWR
  • Schulkonzert am Vormittag, Abendkonzert auf dem Eugen-Bolz-Platz
  • Kammermusik-Konzertreihe mit den Bundespreisträgern "Jugend musiziert"

Literatur und Theater

  • Literaturtage mit Autorenlesungen in Kooperation mit der Stadtbibliothek
  • Literaturreihe "Eine Stadt liest"
  • Kinder- und Jugendliteratursommer Baden-Württemberg 2012
  • Kindertheater
  • "Bücherfrühling" in Kooperation mit der "Stiftung Lesen"

Kreatives Arbeiten und Ausstellungen

  • Literaturtage mit Autorenlesungen in Kooperation mit der Stadtbibliothek
  • Kulturwoche in der Stadtfestwoche
  • Einzelevents von überregionalem Interesse (Konzert, Literatur, Musical, Show, …)
  • Kunstausstellungen, Wanderausstellungen regionaler Künstler
  • "Kreativ Werk Stadt" für Kinder und Erwachsene
  • Neujahrskonzert in Verbindung mit dem Neujahrsempfang
  • Festival bestimmter Musikgattungen (Chanson, Folklore) in der Mühlenscheune
  • Rock-/Popkonzert mit SWR und Jugendclub
  • Leichathletikmeeting

Kino und Event

  • "SINNEma", eine Mixtur aus Film, Kleinkunst, Angebot für Kinder, Jugendliche
  • Der besondere Film mit Themenabenden, Kurzfilmen etc.
  • Kinderkino
  • Ferienkino mit Filmbesprechungen
  • Schauspieler und Regisseure zu Gast
  • "Woche der Kleinkunst" mit Liedermachern, Kabarettisten, Pantomimen, …
  • Schulkinowoche - Das Kino wird zum Klassenzimmer
  • Schreibwettbewerb "Kinder machen Kurzfilm"
  • "Earsinnig hören" zur Vermittlung von Medienkompetenz

(rb)